-Sinnesrausch-

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-Mit rosaroter Brille und rabenschwarzem Humor durchs Leben-

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Sternensand, Teil 1

(Ich hab angefangen, eine Geschichte zu schreiben. Hier der erste Teil.)

Eines Tages war das Wesen einfach da. Es saß auf meinem Sofa, als würde es dazu gehören, als wäre es schon immer da gewesen, als sei es so natürlich wie ein Sofakissen von Ikea.
Das war zu der Zeit, als meine Eltern sich trennten. Ja, ich weiß, was Sie jetzt denken: Die Kleine war von der Trennung ihrer Eltern so psychisch erschüttert -wenn sie zu der ehrlichen Sorte Mensch gehören, denken sie statt "erschüttert" eher "gestört"- dass sie sich einen imaginären Freund ausdachte.
Fakt war jedoch, dass ich damals bereits 20 war und mit 20 denkt man sich keine Freunde mehr aus. Man hat entweder welche oder man bleibt ewig allein, da helfen auch keine Wesen auf dem Sofa.
Fakt war: Elvis war da! Auf meinem Sofa. Elvis, so hieß das Wesen. Zumindest stellte es sich so vor, als es sich nicht mehr damit begnügte, auf meinem Sofa zu sitzen, sondern anfing, mit mir zu reden.
Es geschah, als ich, eingewickelt in ein Handtuch, vom Badezimmer ins Schlafzimmer lief. Ich hatte mir angewöhnt, mich in ein Handtuch zu hüllen, da dieses Wesen auf meiner Couch real war und ich nicht wollte, dass es mich nackt sah. Männer durften mich nur dann nackt sehen, wenn sie das Bett mit mir teilten.   
Das erste, was Elvis zu mir sagte, war: "Hey, mach die Musik wieder an!" Nicht sehr freundlich, wie Sie vielleicht erkennen. Normalerweise stellt man sich ja zuerst vor, bevor man Ansprüche stellt.
Die Musik hatte ich ausgeschaltet, weil ich Radio ein Liebeslied lief und ich so etwas nicht mehr ertragen konnte, seit meine Eltern sich getrennt hatten. Früher hatte ich Liebeslieder wirklich gemocht, ich hatte angefangen zu träumen, wenn ich sie hörte... nun brachten sie mich nur noch zum weinen. Ich wollte sie nicht mehr hören, sie machten mir keine Freude mehr.
Und dann verlangte dieses kleine Wesen danach.
"Nein, ich will diese Musik nicht hören", wehrte ich ab und lief weiter Richtung Schlafzimmer. Ich würde mich doch nicht von einem kleinen Wesen herum kommandieren lassen.
"Die Tatsache, dass du keine Liebeslieder mehr hören willst, ändert auch nichts an deiner Situation." Krawumm! Das saß!

21.7.08 23:58
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Daniela / Website (22.7.08 10:48)
Ja... das tut mir leid... so ne Feier ist schon was schönes...

die Geschichte hört sich schon sehr interessant an und dein Schreibstil ist auch gut zu lesen... freue mich auf mehr!

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